Baumschnitt 11.12.2012 - 15.12.2012

zurück

Als begeisterte Teilnehmer in der Versorgungsgemeinschaft, die ursprünglich von Simon versorgt wurde, beobachteten wir erst einmal aus der Ferne sein Anstreben noch ein weiteres solidarisches Landwirtschaftsprojekt zu schaffen. Im Dezember kam auch die Gelegenheit unsere gut geschützte Beobachtungsstelle in der Stadt für ein paar Tage aufzugeben um unsere Arbeitskraft der Apfelsternwarte zu widmen.


Das Abenteuer fing schon am Abend vorher an, als Simon das Jahrestreffen des Projektes im Café Kuss Kuss hielt. Hier erfuhren wir wie das Projekt im nächsten Jahr laufen sollte (sehr gut!) und wie wir noch weitere Apfelliebhaber_innen rekrutieren könnten, die die schon im Oktober geernteten vier Tonnen Äpfel aufessen sollten.


Früh morgens quetschten wir uns dann ins Auto, vier Menschen und ein großer Hund zwischen Rucksäcken, einem zusammengerollten Daunenbett und zwei Meter großen Giraffen fürs Baumschneiden. Nach vier Stunden erreichten wir Sambach, wo wir unser gut ausgestattetes Quartier bezogen haben und als wir alles eingekauft hatten, holten wir die Leitern ab und fingen gleich an mit dem Bäumeschneiden.


In vier Tagen haben wir sehr viel über das Baumschneiden gelernt, und nicht nur die reinen Regeln, sondern auch wie wir ein Gefühl für das Schneiden entwickeln können - anhand der ästhetischen und natürlichen Prinzipien der Kunst des Baumschneidens. Währenddessen hatten wir viel Spaß im Schnee auf Bäume zu klettern, philosophische Diskussionen zu führen und uns mittags und abends mit leckerem Essen zu verwöhnen.


Wir hätten nie gedacht, dass Bäumeschneiden so entspannt und meditativ sein kann. Auf dem Rückweg haben wir weitere Pläne besprochen, unterdessen unseren ersten gemeinsamen Auftritt auf der ?Wir haben es Satt?-Demo im Januar. ?Wir sägen für die Zukunft? und kommen sicher nochmal nach Sambach.


Hanna, Olivier und Viki


zurück